buschschwanzrennmaus
  Ernährung
 
Bei der Ernährung dieser Rennmäuse muss daran gedacht werden, dass sie aus kargen Gegenden stammen und dort nicht Futter im Überfluss vorhanden ist. Sie ernähren sich in freier Wildbahn von Wurzeln, Grassamen, Kräutern und Insekten.
Es ist wichtig, dass man diese karge Ernährung auch unseren Heimrennern zu Gute kommen lässt. Denn sie neigen bei zu guter Ernährung zur schnellen Verfettung, was Organschäden und somit den Tod zur Folge hat. In der Natur wiegen Buschschwanzrenner ca 50 Gramm. In unseren Wohnzimmern meist um die 20 Gramm mehr. Es ist wichtig, dass das Körpergewicht unter 80 Gramm gehalten wird.
Daher ist das richtige Futter und die Futtermenge äusserst wichtig.
 
Das Grundfutter sollte aus verschiedenen Hirsesorten, Glanzsamen und Grassamen bestehen.
Dazu eignen sich Mischungen für Wellensittiche, Exoten- und Kanarienvögel, das Minimix von Schweizer, gemischt mit Grassamen (oft in Internetshops erhältlich). Dazu Keimfutter als gesunde und vitaminreiche Ergänzung.
Auch kann man getrocknete Kräuter daruntermischen, sowie getrocknete Insekten als Eiweissspender.
Heu sollte ebenfalls täglich zur Verfügung stehen.

Nachdem ich einige Mischungen verschiedenen Futters, welches man im normalen Fachhandel in der Schweiz erhält, ausprobiert habe, bin ich bei folgender Mischung hängengeblieben:
- Gerbilmischung von Schweizer
- Nagersupermischung von Schweizer
- Exoten & Sittichfutter (Marke egal)
- Eiweiss-Cocktail von JR Farms (getrocknete Insekten)
- Haferflocken
- Wellness-Gemüse von JR Farms
 
Grünfutter ist für die gesunde Ernährung ebenfalls sehr wichtig. Regelmässig sollten den Buschis ungiftige Kräuter, Karottengrün, Gemüse (besonders Wurzelgemüse) und Salat, gegeben werden.
Früchte sind aufgrund ihres Zuckergehaltes nicht so geeignet, aber gegen ein kleines Stückchen ab und zu ist nichts einzuwenden.
Auch freuen sie sich über frische Äste von Hasel, Buchen, Weiden und Obstbäumen.
 
Tierisches Eiweiss gehört ebenfalls zur ausgewogenen Ernährung dazu. Heuschrecken und Grillen sind sehr gut geeignet. Mehlwürmer sollte man aufgrund ihres höheren Fettgehalts nicht zu oft verfüttern. Wer Probleme mit den Lebendinsekten hat, soll den Tieren getrocknete geben, diese sind inzwischen in vielen Zoofachgeschäften oder in Internetshops erhältlich.
 
 
Werden Buschschwanzrennmäuse falsch gehalten oder ernährt, können Verhaltensstörungen auftreten. Neben Stereotypien von zu kleinen und langweiligen Käfigen , ist dies vor allem das Abfressen von Schwanz und Ohren. Dies kann auch bei anderen Exoten beobachtet werden.
Als Ursache kommen da verschiedene Sachen in Frage. Meist sind es eben Haltungs- oder Ernährungsfehler.
Oft ist der Käfig zu klein für die Gruppe. Bietet man ihnen mehr Platz, hört dieses Verhalten meist von alleine wieder auf.
Die Ursache kann aber auch eine Eiweissunterversorgung sein. Haben die Tiere also genügend Platz und Knabbern an Ohren und Schwänzen, sollte die Futtermischung, vor allem der Eiweissanteil, überprüft/erhöht werden.
Hört auch dann das Verhalten nicht auf, sollte man sich überlegen, ob die Gruppe noch harmoniert oder ob es Tiere gibt, bei denen die Chemie nicht mehr stimmt, dann könnte eine neue Gruppenzusammenstellung nötig werden.
 
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